Kriminalstatistik Deutschland 2025

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Wie sicher ist meine Stadt? Wo gibt es die meisten Einbrüche? Wie hat sich die Kriminalität in den letzten Jahren entwickelt? Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts liefert Antworten – doch die Rohdaten sind schwer zugänglich. Diese Seite stellt die Daten der PKS 2025 interaktiv bereit: als Karte, als Zeitreihe und im regionalen Vergleich. Die Daten stammen direkt vom Bundeskriminalamt (BKA) und umfassen 400 Landkreise und kreisfreie Städte sowie alle 16 Bundesländer. Alle Angaben sind offiziell und unverändert.

        
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Kriminalstatistik Deutschland 2025

Kreis auf der Karte anklicken

Wichtig: Diese Karte zeigt das Hellfeld — also nur die polizeilich erfassten Fälle. Das tatsächliche Aufkommen kann höher sein, weil viele Fälle nicht angezeigt werden. Mehr zur Methodik
Höchster Wert
Bundesdurchschnitt HZ
Niedrigster Wert
Fälle gesamt bundesweit

Mein Bundesland vs. Bundesschnitt

Die wichtigsten Erkenntnisse 2025

NRW + Berlin sind die Top-Einbruch-Regionen 2025

Die Häufigkeitszahlen liegen deutlich über dem Bundesschnitt — Nordrhein-Westfalen und Berlin bleiben Schwerpunkte.

In bayerischen Landkreisen ist es am sichersten

Bayern weist die niedrigsten HZ-Werte deutschlandweit auf — besonders in ländlichen Regionen.

Vierter Anstieg in Folge — Pandemie ist vorbei

Nach dem Lockdown-Rückgang steigen die Zahlen seit 2022 strukturell. Kein kurzer Ausreißer mehr.

Nur 15,3 % aller Wohnungseinbrüche werden aufgeklärt

Die Aufklärungsquote bleibt bundesweit niedrig — Prävention ist entscheidend.

Mülheim an der Ruhr ist 2024er-Hotspot mit HZ 325

Über 3x Bundesschnitt — mit 562 Fällen bei 172.834 Einwohnern absolute Spitze.

So haben wir die Häufigkeitszahl (HZ) berechnet — am Beispiel

Die Häufigkeitszahl (HZ) gibt an, wie viele Fälle es pro 100.000 Einwohner gibt. Damit lassen sich Städte unterschiedlicher Größe vergleichen.

Beispiel Mülheim an der Ruhr 2024:

  • Wohnungseinbrüche: 562 Fälle
  • Einwohner: 172.834 (Zensus 2022)
  • HZ = (562 × 100.000) / 172.834 = 325 pro 100.000 Einwohner

Das ist mehr als das 3-fache des Bundesschnitts (99,2). Mülheim ist damit Spitzenreiter — was nicht heißt, dass dort jeder dritte Bürger einen Einbruch erlebt hat. HZ ist eine statistische Vergleichsgröße, kein individuelles Risiko.

Was zählt rechtlich als Wohnungseinbruch?

Der Wohnungseinbruchdiebstahl ist eigener Straftatbestand nach § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB — abgegrenzt vom einfachen Diebstahl. Erfasst sind vollendete und versuchte Einbrüche, einschließlich Tageswohnungseinbrüche.

Deutschland 2025 auf einen Blick

Die Polizei hat im Jahr 2025 bundesweit insgesamt 5.508.559 Straftaten registriert – ein deutlicher Rückgang um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort, der bereits 2024 mit der Teillegalisierung von Cannabis eingeleitet wurde. Anders als 2024 zeigt die PKS 2025 einen flächendeckenden Rückgang über nahezu alle Deliktbereiche – vom Diebstahl bis zur Gewaltkriminalität.

Die Gewaltkriminalität ging 2025 erstmals seit 2021 wieder zurück – um 2,3 Prozent auf 212.335 Fälle. Auch die Sachbeschädigungen sanken auf rund 545.279 Fälle. Einzelne Deliktfelder wie Sexualstraftaten und Cybercrime bleiben jedoch weiterhin auf hohem Niveau.

Wohnungseinbrüche in Deutschland – regionale Unterschiede

Wohnungseinbruchdiebstahl ist eine der Straftaten mit den größten regionalen Unterschieden. Während in manchen Großstädten mehrere hundert Einbrüche pro 100.000 Einwohner registriert werden, verzeichnen ländliche Kreise – insbesondere in Bayern – Häufigkeitszahlen unter 15.

Wichtig: Die Häufigkeitszahl (HZ) ist entscheidend für den Vergleich – sie gibt die Anzahl der Fälle pro 100.000 Einwohner an und macht Kreise unterschiedlicher Größe vergleichbar.

Kreise mit den höchsten Einbruchsraten (PKS 2024)

Kreis / StadtBundeslandFälle 2024HZ (pro 100k Einw.)
Mülheim an der RuhrNordrhein-Westfalen562325
BremerhavenBremen359303
KölnNordrhein-Westfalen3.039297
EssenNordrhein-Westfalen1.573274
HerneNordrhein-Westfalen393252
GelsenkirchenNordrhein-Westfalen666249
BochumNordrhein-Westfalen870244
BerlinBerlin8.529233
DüsseldorfNordrhein-Westfalen1.428232
DuisburgNordrhein-Westfalen1.128224

Kreise mit den niedrigsten Einbruchsraten (PKS 2024)

Kreis / StadtBundeslandFälle 2024HZ (pro 100k Einw.)
KaufbeurenBayern36,5
OberallgäuBayern117,2
OstallgäuBayern128,5
Straubing-BogenBayern98,7
Bad Tölz-WolfratshausenBayern1310,0

Bundesländer im Vergleich

Nordrhein-Westfalen verzeichnet mit 28.464 Fällen die absolut höchste Einbruchszahl – was auch der Bevölkerungsdichte geschuldet ist. Bayern liegt mit einer HZ von 0,6 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (HZ bundesweit: 95,1 pro 100k).

BundeslandFälle 2024Trend
Nordrhein-Westfalen28.464▲ Höchste Fallzahl
Berlin8.529▲ Dichtebedingter Hochwert
Niedersachsen7.203→ Durchschnitt
Hessen5.867→ Durchschnitt
Baden-Württemberg5.286▼ Unter Schnitt
Bayern3.605▼▼ Niedrigster Wert

Einbruchsentwicklung 2015–2025: Ein langfristiger Rückgang

Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich seit dem Höchststand 2015 dramatisch reduziert. Gab es 2015 noch 167.136 registrierte Einbrüche bundesweit, sank die Zahl bis 2021 auf nur noch 54.236 – ein Rückgang von über 67 Prozent. Seither steigen die Zahlen wieder an: 2024 wurden 78.436 und 2025 insgesamt 82.920 Fälle registriert (Häufigkeitszahl: 99,2 pro 100.000 Einwohner).

JahrFälle bundesweitHZ (pro 100k)Veränderung
2015167.136205,8Höchststand
2016151.265184,1−9,5 %
2017116.540141,2−22,9 %
201897.504117,8−16,3 %
201987.145105,0−10,6 %
202075.02390,2−13,9 %
202154.23665,2−27,7 % (Tiefststand)
202265.90879,2+21,5 %
202377.81992,2+18,1 %
202478.43694,0+0,8 %
202582.92099,2+5,7 %

Der starke Rückgang 2020/2021 ist zu einem erheblichen Teil auf die Lockdown-Maßnahmen der Corona-Pandemie zurückzuführen: Häuser und Wohnungen waren tagsüber häufiger bewohnt, was Einbrüche erschwerte. Seit 2022 steigen die Zahlen kontinuierlich an – mit 82.920 Fällen in 2025 liegt Deutschland jedoch weiterhin unter dem Vor-Pandemie-Niveau (rund 97.000 Fälle in 2019).

Was ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)?

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) wird jährlich vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlicht und erfasst alle der Polizei bekannt gewordenen Straftaten, die nach Abschluss der Ermittlungen registriert wurden. Sie ist die wichtigste offizielle Datenquelle zur Kriminalitätsentwicklung in Deutschland.

Wichtige Hinweise zur Interpretation

  • Die PKS erfasst nur polizeilich bekannte Straftaten – das sogenannte Hellfeld. Das tatsächliche Dunkelfeld (nicht angezeigte Straftaten) kann je nach Delikt erheblich größer sein.
  • Die Häufigkeitszahl (HZ) gibt die Anzahl der Fälle pro 100.000 Einwohner an und ist die geeignetste Kennzahl für regionale Vergleiche.
  • Änderungen im Anzeigeverhalten der Bevölkerung oder in der Strafverfolgungsintensität können die Statistik beeinflussen, ohne dass sich die tatsächliche Kriminalität verändert hat.
  • Ab dem 1. April 2024 ist der Besitz von Cannabis bis zu bestimmten Mengen straffrei – dies erklärt den starken Rückgang bei Rauschgiftdelikten in der PKS 2024.
  • Kreisdaten werden ohne Tatortangabe innerhalb des Kreises veröffentlicht; die Karte zeigt jeweils den Kreismittelpunkt.

Datenquelle und Lizenz

Die bundesweiten Zahlen und Zeitreihen stammen aus der PKS 2025, die regionalen Kreis- und Länderdaten aktuell aus der PKS 2024 – die Kreisstatistik für 2025 wird vom BKA voraussichtlich im Frühsommer 2026 nachgereicht. Die Nutzung erfolgt gemäß den Nutzungsbedingungen des BKA mit Quellenangabe. Die Originaldaten sind kostenfrei unter bka.de abrufbar.

Häufige Fragen

Die bundesweiten Zahlen stammen aus der PKS 2025 (Berichtsjahr 2025), veröffentlicht vom BKA am 20. April 2026. Die regionalen Kreisdaten in der Karte basieren aktuell noch auf der PKS 2024; die Kreisstatistik für 2025 wird vom BKA später im Jahr nachgereicht. Die Zeitreihen reichen für ausgewählte Delikte bis ins Jahr 1987 zurück.

Die Häufigkeitszahl gibt an, wie viele Straftaten (eines bestimmten Delikts) pro 100.000 Einwohner in einem Gebiet erfasst wurden. Sie ermöglicht den Vergleich zwischen Gebieten unterschiedlicher Größe – ein Landkreis mit 50.000 Einwohnern ist so fair mit einer Großstadt mit 1 Million Einwohnern vergleichbar.

Die interaktive Karte umfasst 41 Deliktgruppen aus der PKS 2024, darunter: Straftaten insgesamt, Wohnungseinbruchdiebstahl, Tageswohnungseinbruch, Gewaltkriminalität, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Raub, Cybercrime und Brandstiftung – jeweils für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte.

Die Kreisdaten der PKS 2024 umfassen 400 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland. Kleinere Gemeinden sind dabei dem jeweiligen Landkreis zugeordnet. Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen werden als eigene Einheiten erfasst.

Über das Dropdown-Menü oben links wählen Sie das gewünschte Delikt. Zwischen absoluten Fallzahlen und der Häufigkeitszahl können Sie per Umschalter wechseln. Die Zeitreihe lässt sich per Schieberegler auf den gewünschten Zeitraum eingrenzen.

Über diese Seite

Diese Visualisierung wurde von Stadtritter – Anbieter von Alarmanlagen, Videoüberwachung und Brandschutz – entwickelt und der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hintergrund ist unser täglicher Kontakt mit Haushalten und Unternehmen, die sich über die Sicherheitslage in ihrer Region informieren möchten. Stadtritter betreibt eine VdS-zertifizierte 24/7-Notrufzentrale und ist in Deutschland, der Schweiz sowie Spanien (Mallorca) tätig. Auf stadtritter.de finden Sie weitere Informationen zu unseren Leistungen. Die Darstellung der Kriminalstatistik verfolgt ausschließlich informative Zwecke und stellt keine Kaufempfehlung dar. Wir verzichten bewusst auf eine Verknüpfung der Kartendaten mit Produktangeboten.

Datenquelle: Bundeskriminalamt (BKA), Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 (Bundeszahlen und Zeitreihen) sowie PKS 2024 (regionale Kreis- und Länderdaten). Zuletzt aktualisiert: April 2026. Alle Rechte an den Primärdaten liegen beim BKA. Wiedergabe mit Quellenangabe gestattet. Diese Seite erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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