Wie sicher ist meine Stadt? Wo gibt es die meisten Einbrüche? Wie hat sich die Kriminalität in den letzten Jahren entwickelt? Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts liefert Antworten – doch die Rohdaten sind schwer zugänglich. Diese Seite stellt alle verfügbaren Daten der PKS 2024 interaktiv bereit: als Karte, als Zeitreihe und im regionalen Vergleich.
Die Daten stammen direkt vom Bundeskriminalamt (BKA) und umfassen 400 Landkreise und kreisfreie Städte sowie alle 16 Bundesländer. Alle Angaben sind offiziell und unverändert.
Kriminalstatistik Deutschland 2024
Quelle: Bundeskriminalamt (BKA), PKS 2024 · stadtritter.de Kreis auf der Karte anklicken
Höchster Wert – – Bundesdurchschnitt – HZ Niedrigster Wert – – Fälle gesamt – bundesweit
Deutschland 2024 auf einen Blick
Die Polizei hat im Jahr 2024 bundesweit insgesamt 5.837.445 Straftaten registriert – ein Rückgang um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Maßgeblich verantwortlich dafür ist die Teillegalisierung von Cannabis zum 1. April 2024, die zu einem starken Rückgang bei den Rauschgiftdelikten geführt hat. Ohne diesen statistischen Effekt wäre die Gesamtzahl nahezu konstant geblieben.
Die Gewaltkriminalität stieg um 1,5 Prozent auf 217.277 Fälle. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Sexualdelikten (+9,3 %) und Beleidigungen (+5,8 %) aus. Die Zahl der Sachbeschädigungen blieb mit rund 557.000 Fällen auf hohem Niveau.
Wohnungseinbrüche in Deutschland – regionale Unterschiede
Wohnungseinbruchdiebstahl ist eine der Straftaten mit den größten regionalen Unterschieden. Während in manchen Großstädten mehrere hundert Einbrüche pro 100.000 Einwohner registriert werden, verzeichnen ländliche Kreise – insbesondere in Bayern – Häufigkeitszahlen unter 15.
Wichtig: Die Häufigkeitszahl (HZ) ist entscheidend für den Vergleich – sie gibt die Anzahl der Fälle pro 100.000 Einwohner an und macht Kreise unterschiedlicher Größe vergleichbar.
Kreise mit den höchsten Einbruchsraten (PKS 2024)
| Kreis / Stadt | Bundesland | Fälle 2024 | HZ (pro 100k Einw.) |
|---|---|---|---|
| Mülheim an der Ruhr | Nordrhein-Westfalen | 562 | 325 |
| Bremerhaven | Bremen | 359 | 303 |
| Köln | Nordrhein-Westfalen | 3.039 | 297 |
| Essen | Nordrhein-Westfalen | 1.573 | 274 |
| Herne | Nordrhein-Westfalen | 393 | 252 |
| Gelsenkirchen | Nordrhein-Westfalen | 666 | 249 |
| Bochum | Nordrhein-Westfalen | 870 | 244 |
| Berlin | Berlin | 8.529 | 233 |
| Düsseldorf | Nordrhein-Westfalen | 1.428 | 232 |
| Duisburg | Nordrhein-Westfalen | 1.128 | 224 |
Kreise mit den niedrigsten Einbruchsraten (PKS 2024)
| Kreis / Stadt | Bundesland | Fälle 2024 | HZ (pro 100k Einw.) |
|---|---|---|---|
| Kaufbeuren | Bayern | 3 | 6,5 |
| Oberallgäu | Bayern | 11 | 7,2 |
| Ostallgäu | Bayern | 12 | 8,5 |
| Straubing-Bogen | Bayern | 9 | 8,7 |
| Bad Tölz-Wolfratshausen | Bayern | 13 | 10,0 |
Bundesländer im Vergleich
Nordrhein-Westfalen verzeichnet mit 28.464 Fällen die absolut höchste Einbruchszahl – was auch der Bevölkerungsdichte geschuldet ist. Bayern liegt mit einer HZ von 0,6 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (HZ bundesweit: 95,1 pro 100k).
| Bundesland | Fälle 2024 | Trend |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 28.464 | ▲ Höchste Fallzahl |
| Berlin | 8.529 | ▲ Dichtebedingter Hochwert |
| Niedersachsen | 7.203 | → Durchschnitt |
| Hessen | 5.867 | → Durchschnitt |
| Baden-Württemberg | 5.286 | ▼ Unter Schnitt |
| Bayern | 3.605 | ▼▼ Niedrigster Wert |
Einbruchsentwicklung 2015–2023: Ein langfristiger Rückgang
Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich seit dem Höchststand 2015 dramatisch reduziert. Gab es 2015 noch 167.136 registrierte Einbrüche bundesweit, sank die Zahl bis 2021 auf nur noch 54.236 – ein Rückgang von über 67 Prozent. Seitdem ist wieder ein Anstieg zu verzeichnen.
| Jahr | Fälle bundesweit | HZ (pro 100k) | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 2015 | 167.136 | 205,8 | Höchststand |
| 2016 | 151.265 | 184,1 | −9,5 % |
| 2017 | 116.540 | 141,2 | −22,9 % |
| 2018 | 97.504 | 117,8 | −16,3 % |
| 2019 | 87.145 | 105,0 | −10,6 % |
| 2020 | 75.023 | 90,2 | −13,9 % |
| 2021 | 54.236 | 65,2 | −27,7 % (Tiefststand) |
| 2022 | 65.908 | 79,2 | +21,5 % |
| 2023 | 77.819 | 92,2 | +18,1 % |
Der starke Rückgang 2020/2021 ist zu einem erheblichen Teil auf die Lockdown-Maßnahmen der Corona-Pandemie zurückzuführen: Häuser und Wohnungen waren tagsüber häufiger bewohnt, was Einbrüche erschwerte. Seit 2022 steigen die Zahlen wieder an – das Vor-Pandemie-Niveau ist jedoch noch nicht erreicht.
Was ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)?
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) wird jährlich vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlicht und erfasst alle der Polizei bekannt gewordenen Straftaten, die nach Abschluss der Ermittlungen registriert wurden. Sie ist die wichtigste offizielle Datenquelle zur Kriminalitätsentwicklung in Deutschland.
Wichtige Hinweise zur Interpretation
- Die PKS erfasst nur polizeilich bekannte Straftaten – das sogenannte Hellfeld. Das tatsächliche Dunkelfeld (nicht angezeigte Straftaten) kann je nach Delikt erheblich größer sein.
- Die Häufigkeitszahl (HZ) gibt die Anzahl der Fälle pro 100.000 Einwohner an und ist die geeignetste Kennzahl für regionale Vergleiche.
- Änderungen im Anzeigeverhalten der Bevölkerung oder in der Strafverfolgungsintensität können die Statistik beeinflussen, ohne dass sich die tatsächliche Kriminalität verändert hat.
- Ab dem 1. April 2024 ist der Besitz von Cannabis bis zu bestimmten Mengen straffrei – dies erklärt den starken Rückgang bei Rauschgiftdelikten in der PKS 2024.
- Kreisdaten werden ohne Tatortangabe innerhalb des Kreises veröffentlicht; die Karte zeigt jeweils den Kreismittelpunkt.
Datenquelle und Lizenz
Alle auf dieser Seite dargestellten Daten stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 (PKS 2024, Version 1.0/1.1) des Bundeskriminalamts (BKA). Die Nutzung erfolgt gemäß den Nutzungsbedingungen des BKA mit Quellenangabe. Die Originaldaten sind kostenfrei unter bka.de abrufbar.
Häufige Fragen
Die dargestellten Daten stammen aus der PKS 2024 (Berichtsjahr 2024), veröffentlicht vom BKA im April 2025. Die Zeitreihen reichen für ausgewählte Delikte bis ins Jahr 1987 zurück. Die PKS wird einmal jährlich aktualisiert.
Die Häufigkeitszahl gibt an, wie viele Straftaten (eines bestimmten Delikts) pro 100.000 Einwohner in einem Gebiet erfasst wurden. Sie ermöglicht den Vergleich zwischen Gebieten unterschiedlicher Größe – ein Landkreis mit 50.000 Einwohnern ist so fair mit einer Großstadt mit 1 Million Einwohnern vergleichbar.
Die interaktive Karte umfasst 41 Deliktgruppen aus der PKS 2024, darunter: Straftaten insgesamt, Wohnungseinbruchdiebstahl, Tageswohnungseinbruch, Gewaltkriminalität, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Raub, Cybercrime und Brandstiftung – jeweils für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte.
Die Kreisdaten der PKS 2024 umfassen 400 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland. Kleinere Gemeinden sind dabei dem jeweiligen Landkreis zugeordnet. Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen werden als eigene Einheiten erfasst.
Über das Dropdown-Menü oben links wählen Sie das gewünschte Delikt. Zwischen absoluten Fallzahlen und der Häufigkeitszahl können Sie per Umschalter wechseln. Die Zeitreihe lässt sich per Schieberegler auf den gewünschten Zeitraum eingrenzen.
Über diese Seite
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Die Darstellung der Kriminalstatistik verfolgt ausschließlich informative Zwecke und stellt keine Kaufempfehlung dar. Wir verzichten bewusst auf eine Verknüpfung der Kartendaten mit Produktangeboten.
Datenquelle: Bundeskriminalamt (BKA), Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 (PKS 2024). Zuletzt aktualisiert: April 2025.
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