Zuletzt aktualisiert: April 2026 | Datenquelle: BKA Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, GDV, KfW | Autor: Stadtritter GmbH, Betreiber einer VdS-zertifizierten Notruf- und Serviceleitstelle, seit 2013 aktiv
Wie sicher ist Ihre Region wirklich? Der interaktive Kriminalitätsatlas zeigt die Einbruchsbelastung für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte, mit Bundeszeitreihen seit 1987 und Regionalreihen seit 2013, Häufigkeitszahlen und 41 Deliktgruppen. Dazu: Täterprofile, Risikoregionen, und was BKA-Daten über wirksame Prävention verraten.
Das Wichtigste in 30 Sekunden:
– 82.920 Wohnungseinbrüche 2025 (+5,7 %), viertes Anstiegsjahr in Folge, aber weit unter dem Höchststand 2015 (167.136)
– Aufklärungsquote nur 14,1 %, 86 von 100 Einbrüchen bleiben ungeklärt
– 44,9 % der registrierten Wohnungseinbrüche blieben im Versuchsstadium (PKS 2025); keine isolierte Wirkungsmessung von Sicherheitstechnik
– Durchschnittlicher versicherter Schaden je Einbruch: 3.850 € (GDV, Berichtsjahr 2025)
– Regionale HZ werden für einzelne Kreise und dasselbe Bezugsjahr verglichen, nicht als persönliche Sicherheitsgarantie
– Professionelle Alarmanlage mit Leitstelle ab 99 €/Monat (Stadtritter-One-Mietmodell, inkl. Wartung & Aufschaltung)
82.920 Wohnungseinbrüche 2025: Vierter Anstieg in Folge
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 des Bundeskriminalamts verzeichnet 82.920 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl, ein Anstieg von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (78.436 Fälle). Damit ist die Zahl der Einbrüche das vierte Jahr in Folge gestiegen, nachdem sie während der Corona-Pandemie auf ein historisches Tief von 54.236 Fällen (2021) gefallen war. Gleichzeitig liegt die Zahl weiterhin deutlich unter dem Höchststand von 167.136 Fällen aus dem Jahr 2015.
Statistisch gesehen wird in Deutschland alle sechs bis sieben Minuten eingebrochen. Doch diese Durchschnittszahl verschleiert die extremen regionalen Unterschiede: Zwischen dem sichersten und dem unsichersten Landkreis liegen Welten.
Interaktive Karte: So finden Sie Ihre Region
Der Kriminalitätsatlas umfasst 400 Landkreise und kreisfreie Städte, 41 Deliktgruppen sowie Bundeszeitreihen ab 1987 und Regionalreihen ab 2013 bis 2025. Wählen Sie im Dropdown das gewünschte Delikt, wechseln Sie zwischen absoluten Fallzahlen und Häufigkeitszahl pro 100.000 Einwohner, und grenzen Sie den Zeitraum per Schieberegler ein.
Zur interaktiven Kriminalstatistik-Karte
Die Kriminalitätswerte stammen aus den ausgewiesenen BKA-Tabellen. Berechnete Anteile und Veränderungen sind als solche erkennbar. Jahres-, Quellen- und Gebietsstände werden getrennt mitgeführt.
Nord-Süd-Gefälle: Die Hotspots und die sichersten Regionen
Die Karte zeigt ein deutliches Muster. Im Süden, insbesondere in Bayern, liegen die Häufigkeitszahlen teilweise im einstelligen Bereich, weniger als 10 Einbrüche pro 100.000 Einwohner und Jahr. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg finden sich dagegen zahlreiche Landkreise mit Werten über 100. Das Gefälle ist nicht neu, bleibt aber in der PKS 2025 bemerkenswert stabil.
Die fünf Risikofaktoren für hohe Einbruchsbelastung
Grenznähe und Transitrouten reisender Tätergruppen spielen eine wesentliche Rolle, A2, A4 und A12 sind klassische Einfall- und Rückzugsachsen. Für den regionalen Vergleich werden die belegten HZ einzelner Kreise und kreisfreier Städte verwendet. Ein pauschaler Stadt-Land-Durchschnitt wird ohne definierten Gebiets- und Bevölkerungsbezug nicht angegeben. Hinzu kommen Gebiete mit starken sozialen Gegensätzen, Regionen mit niedriger Polizeidichte und Wohngebiete mit geringer Nachbarschaftskontrolle, insbesondere Neubaugebiete an Ortsrändern und Siedlungen entlang von Hauptverkehrsstraßen.
Stadt vs. Land: Es ist nicht nur die Großstadt
Anders als viele vermuten sind nicht nur die großen Städte betroffen. Kreisstädte mit guter Anbindung (A-Kennzeichen, ICE-Halt) weisen teils höhere Häufigkeitszahlen auf als Berliner Randbezirke. Wer die Region seriös einschätzen will, schaut nicht auf das Bundesland, sondern auf den eigenen Landkreis.
Wer bricht ein? Täterprofile aus der PKS
Die PKS unterscheidet bei Wohnungseinbruchdiebstahl drei typische Tätergruppen. Gelegenheitstäter agieren spontan, oft mit einfachem Werkzeug, bevorzugen gekippte Fenster und verursachen geringe Aufbruchsschäden. Lokale Serientäter planen gezielter, prüfen Abwesenheiten über Tage, arbeiten häufig alleine oder zu zweit. Reisende Tätergruppen, meist in kleinen Teams, nutzen Autobahn-Transitrouten und können ganze Straßenzüge in einer Nacht abarbeiten. Genau dieser Typ treibt die Zahlen in grenznahen und gut angebundenen Regionen.
Tatverdächtige sind nicht mit Tätern oder Verurteilten gleichzusetzen. Staatsangehörigkeit belegt zudem weder Wohnort noch Reisetätigkeit. Aus der PKS lässt sich deshalb keine Quote reisender Tätergruppen ableiten. Die bundesweite Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruch beträgt für 2025 14,1 %.
Tageswohnungseinbruch: Die unterschätzte Gefahr
Entgegen der weit verbreiteten Annahme finden über ein Drittel aller Einbrüche tagsüber statt. Die PKS 2025 verzeichnet 31.332 Tageswohnungseinbrüche (37,8 Prozent aller Fälle). Die Täter nutzen typische Abwesenheitszeiten: während der Arbeit, beim Einkauf, am frühen Abend oder an Wochenenden. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen, da nicht bei jedem Einbruch die genaue Tatzeit feststellbar ist.
Das bedeutet für Hausbewohner: Eine Alarmanlage muss auch tagsüber aktiv sein, nicht nur nachts. Funktionen wie der Home-Modus, der eine Teilsicherung bei Anwesenheit ermöglicht (äußere Hülle scharf, Innenraum unscharf), gewinnen damit an Bedeutung.
44,9 % scheitern: Warum sich Prävention auszahlt
Von 82.920 registrierten Wohnungseinbrüchen blieben 2025 insgesamt 37.249 im Versuchsstadium, rund 44,9 %. Die PKS erfasst damit versuchte und vollendete Fälle. Sie liefert keine allgemeine Erfolgsquote für einzelne Schutzmaßnahmen und keine Abbruchquote nach einer bestimmten Minutenzahl.
Gleichzeitig stieg der durchschnittliche versicherte Schaden je Einbruch laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für 2025 auf den Rekordwert von 3.850 Euro. Der bundesweite Gesamtschaden beläuft sich auf rund 380 Millionen Euro pro Jahr. Der psychische Schaden für die Opfer, Angst, Schlaflosigkeit, Verlust des Sicherheitsgefühls, ist in keiner Statistik abbildbar und ist nach Erfahrung der Beraterinnen und Berater der häufigste Grund, warum nach einem Einbruch nachgerüstet wird.
Sie möchten wissen, wie Ihre Region im Detail abschneidet? Nutzen Sie die interaktive Kriminalstatistik-Karte und prüfen Sie die Einbruchsbelastung für Ihren Landkreis. Für eine kostenfreie Sicherheitsberatung vor Ort, ohne Kaufverpflichtung, nehmen Sie hier Kontakt auf. Die Stadtritter One gibt es im Mietmodell ab 99 EUR/Monat inklusive Technik, Installation, Wartung und Aufschaltung auf eine 24/7 Notruf- und Serviceleitstelle. Die VdS-Zertifizierung bezieht sich auf die Leitstelle, nicht auf Stadtritter One als Alarmanlage.
Wirksamer Einbruchschutz: Was die Statistik empfiehlt
Die PKS misst nicht die Wirksamkeit einzelner Schutzmaßnahmen. Für ein Sicherheitskonzept lassen sich mechanischer Schutz, Erkennung und Alarmbearbeitung gemeinsam betrachten.
Mechanische Sicherung bildet die Grundlage. Einbruchhemmende Fenster und Türen nach DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse RC2) erhöhen die Widerstandszeit deutlich und bringen viele Täter bereits zum Aufgeben. Für private Einfamilienhäuser ist RC2 Standard, RC3 empfiehlt sich bei erhöhtem Risiko (Ecklagen, einsehbare Rückseiten, Erdgeschosswohnungen).
Elektronische Überwachung erkennt Einbruchsversuche frühzeitig. Eine Alarmanlage nach EN 50131-1 Grad 2 mit Aufschaltung auf eine VdS-zertifizierte Notruf- und Serviceleitstelle sorgt dafür, dass im Alarmfall sofort reagiert wird, auch wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Detaillierte Informationen zu Alarmanlagen, Zubehör und einem Preiskalkulator finden Sie im Fachartikel Alarmanlagen-Test 2026: Stadtritter One im Vergleich.
Notfallkonzept für Gewerbebetriebe: Für Unternehmen, die neben Einbruchschutz auch Überfallschutz benötigen, bietet der HelpMeButton einen fest installierten Notfallknopf mit Leitstellenaufschaltung und vordefinierter Maßnahmenkette.
Beim Neubau mitplanen: Wer ein neues Haus baut, hat die Chance, Sicherheitstechnik von Anfang an in die Planung zu integrieren. Ever Energy Home bietet Neubauten in Berlin-Brandenburg mit integrierter Funk-Alarmanlage und Leitstellenaufschaltung.
So reagieren Versicherer auf Sicherheitstechnik
Wohngebäude- und Hausratversicherer bewerten Sicherheitstechnik unterschiedlich. Im Privatbereich ist eine EN 50131-1 Grad 2-Anlage keine Pflicht, wird aber von vielen Versicherern bei höheren Versicherungssummen oder in Risikogebieten als Auflage oder Rabattvoraussetzung verlangt. Im Gewerbebereich, insbesondere bei VdS-Klasse-B- und VdS-Klasse-C-Policen, ist eine VdS-anerkannte Anlage plus Aufschaltung auf eine VdS-Notruf- und Serviceleitstelle Bestandteil der Versicherungsbedingungen. Prüfen Sie Ihre Police oder fragen Sie vor der Anschaffung bei Ihrem Versicherer nach.
Förderung für Einbruchschutz: der aktuelle Stand 2026
Seit dem 1. Juli 2022 nimmt die KfW keine neuen Anträge für den Zuschuss 455-E mehr an. Einbruchschutz wird heute über den KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ gefördert. Zusätzlich bieten einige Bundesländer und Kommunen eigene Zuschussprogramme (z. B. Berlin, Brandenburg, Hessen), die Konditionen ändern sich regelmäßig. Details und tagesaktuelle Konditionen lassen sich in einer kostenfreien Beratung besprechen.
Methodik und Datenquellen
Alle Daten stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 (PKS 2025, Version 1.1, Stand 01.04.2026) des Bundeskriminalamts. Die PKS erfasst das Hellfeld, also der Polizei bekannt gewordene Straftaten. Das Dunkelfeld kann je nach Delikt erheblich größer sein. Bei vollendeten Wohnungseinbrüchen liegt die Anzeigequote laut BKA-Studien bei 87,6 Prozent, da eine polizeiliche Anzeige Voraussetzung für die Versicherungsregulierung ist. Bei Einbruchversuchen ist die Anzeigequote deutlich niedriger.
Die Häufigkeitszahl (HZ) gibt die Fallzahl pro 100.000 Einwohner an und ist die geeignetste Kennzahl für regionale Vergleiche. Sie bezieht die Fallzahl auf die Einwohnerzahl, nicht auf die Fläche oder Bevölkerungsdichte. Schadenssummen stammen aus der GDV-Einbruchdiebstahl-Statistik 2025.
Siehe Fachartikel Alarmanlagen in Deutschland 2026.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Wohnungseinbrüche gibt es in Deutschland pro Jahr?
Laut PKS 2025 wurden 82.920 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl registriert (inkl. Versuche). Das entspricht einem Einbruch alle sechs bis sieben Minuten.
Wie hoch ist die Aufklärungsquote bei Einbrüchen?
Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 14,1 Prozent. Das bedeutet, dass rund 86 Prozent der registrierten Wohnungseinbrüche ungeklärt bleiben. Die niedrige Quote ist ein zentrales Argument für Prävention.
Wann passieren die meisten Einbrüche?
Über ein Drittel aller Einbrüche findet tagsüber statt (31.332 Tageswohnungseinbrüche, 37,8 Prozent der PKS-Fälle 2025). Täter nutzen die Abwesenheit der Bewohner während der Arbeitszeit und am frühen Abend.
In welchen Bundesländern wird am meisten eingebrochen?
Die höchste Einbruchsbelastung pro 100.000 Einwohner findet sich in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin sowie in den Flächenländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Am sichersten sind bayerische Landkreise.
Hilft eine Alarmanlage wirklich gegen Einbrüche?
Eine Alarmanlage kann eine frühzeitige Erkennung und Alarmierung ermöglichen. Aus dem Versuchsanteil von 44,9 Prozent in der PKS 2025 lässt sich ihre einzelne Schutzwirkung jedoch nicht berechnen. Entscheidend ist, dass die Anlage nicht nur auslöst, sondern auf eine permanent besetzte Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet ist.
Welche Alarmanlage wird von Versicherungen anerkannt?
Im Gewerbebereich (VdS-Klasse B und C) fordern Versicherer in der Regel eine VdS-anerkannte Anlage mit Aufschaltung auf eine VdS-Notruf- und Serviceleitstelle. Im Privatbereich sind die Anforderungen individuell. Häufig wird EN 50131-1 Grad 2 verlangt oder belohnt. Im Zweifel bei Ihrem Versicherer direkt nachfragen.
Wird Einbruchschutz 2026 noch gefördert?
Seit dem 1. Juli 2022 nimmt die KfW keine neuen Anträge für den Zuschuss 455-E mehr an. Einbruchschutz wird heute über den KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ gefördert. Einige Bundesländer bieten zusätzliche Programme, das wird in der Beratung individuell geprüft.
Die BKA PKS 2025 wurde am 20.04.2026 veröffentlicht. Dieser Artikel ist auf den aktuellen Stand gebracht. Die vollständige Auswertung mit Top-10-Hotspots und allen 400 Kreisen findet sich in der aktualisierten Einbruchstatistik 2025.
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