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Einbruchstatistik Deutschland 2026: Alle 400 Landkreise im Vergleich

Einbruchstatistik Deutschland 2026: Alle 400 Landkreise im Vergleich

Zuletzt aktualisiert: April 2026 | Datenquelle: BKA Polizeiliche Kriminalstatistik 2024, GDV, KfW | Autor: Stadtritter GmbH – VdS-zertifizierter Sicherheitsdienstleister seit 2013, rund 10.000 aufgeschaltete Objekte in Deutschland, Spanien und der Schweiz

Wie sicher ist Ihre Region wirklich? Unser interaktiver Kriminalitätsatlas zeigt die Einbruchsbelastung für alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte – mit Zeitreihen seit 2020, Häufigkeitszahlen und 41 Deliktgruppen. Dazu: Täterprofile, Risikoregionen, und was BKA-Daten über wirksame Prävention verraten.


Das Wichtigste in 30 Sekunden:
– 78.436 Wohnungseinbrüche 2024 – drittes Anstiegsjahr in Folge, aber weit unter dem Höchststand 2015 (167.136)
– Aufklärungsquote nur 15,3 % – 85 von 100 Einbrüchen bleiben ungeklärt
– 45,7 % aller Einbrüche scheitern im Versuch – Sicherheitstechnik wirkt messbar
– Durchschnittsschaden pro vollendetem Einbruch: 3.800 € (Rekordwert laut GDV)
– Süddeutschland bis zu zehnmal sicherer als norddeutsche Risikoregionen
– Professionelle Alarmanlage mit Leitstelle ab 79 €/Monat (Stadtritter-One-Mietmodell, inkl. Wartung & Aufschaltung)


78.436 Wohnungseinbrüche: Die aktuelle Lage

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 des Bundeskriminalamts verzeichnet 78.436 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl – ein Anstieg von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (77.819 Fälle). Damit ist die Zahl der Einbrüche das dritte Jahr in Folge gestiegen, nachdem sie während der Corona-Pandemie auf ein historisches Tief von 54.235 Fällen (2021) gefallen war. Gleichzeitig liegt die Zahl weiterhin deutlich unter dem Höchststand von 167.136 Fällen aus dem Jahr 2015.

Statistisch gesehen wird in Deutschland alle sechs bis sieben Minuten eingebrochen. Doch diese Durchschnittszahl verschleiert die extremen regionalen Unterschiede: Zwischen dem sichersten und dem unsichersten Landkreis liegen Welten.

Interaktive Karte: So finden Sie Ihre Region

Unser Kriminalitätsatlas umfasst 400 Landkreise und kreisfreie Städte, 41 Deliktgruppen und Zeitreihen von 2020 bis 2024. Wählen Sie im Dropdown das gewünschte Delikt, wechseln Sie zwischen absoluten Fallzahlen und Häufigkeitszahl pro 100.000 Einwohner, und grenzen Sie den Zeitraum per Schieberegler ein.

→ Zur interaktiven Kriminalstatistik-Karte

Alle Daten stammen direkt aus der BKA PKS 2024 und sind unverändert übernommen.

Nord-Süd-Gefälle: Die Hotspots und die sichersten Regionen

Die Karte zeigt ein deutliches Muster. Im Süden, insbesondere in Bayern, liegen die Häufigkeitszahlen teilweise im einstelligen Bereich – weniger als 10 Einbrüche pro 100.000 Einwohner und Jahr. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg finden sich dagegen zahlreiche Landkreise mit Werten über 100. Das Gefälle ist nicht neu, bleibt aber in der PKS 2024 bemerkenswert stabil.

Die fünf Risikofaktoren für hohe Einbruchsbelastung

Grenznähe und Transitrouten reisender Tätergruppen spielen eine wesentliche Rolle – A2, A4 und A12 sind klassische Einfall- und Rückzugsachsen. Großstädte mit hoher Bevölkerungsdichte erreichen einen Durchschnitt von rund 98 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner, ländliche Landkreise liegen bei 61. Hinzu kommen Gebiete mit starken sozialen Gegensätzen, Regionen mit niedriger Polizeidichte und Wohngebiete mit geringer Nachbarschaftskontrolle – insbesondere Neubaugebiete an Ortsrändern und Siedlungen entlang von Hauptverkehrsstraßen.

Stadt vs. Land – es ist nicht nur die Großstadt

Anders als viele vermuten sind nicht nur die großen Städte betroffen. Kreisstädte mit guter Anbindung (A-Kennzeichen, ICE-Halt) weisen teils höhere Häufigkeitszahlen auf als Berliner Randbezirke. Wer die Region seriös einschätzen will, schaut nicht auf das Bundesland, sondern auf den eigenen Landkreis.

Wer bricht ein? Täterprofile aus der PKS

Die PKS unterscheidet bei Wohnungseinbruchdiebstahl drei typische Tätergruppen. Gelegenheitstäter agieren spontan, oft mit einfachem Werkzeug, bevorzugen gekippte Fenster und verursachen geringe Aufbruchsschäden. Lokale Serientäter planen gezielter, prüfen Abwesenheiten über Tage, arbeiten häufig alleine oder zu zweit. Reisende Tätergruppen, meist in kleinen Teams, nutzen Autobahn-Transitrouten und können ganze Straßenzüge in einer Nacht abarbeiten – genau dieser Typ treibt die Zahlen in grenznahen und gut angebundenen Regionen.

Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an aufgeklärten Fällen liegt bei Wohnungseinbruchdiebstahl laut PKS 2024 bei rund 40 Prozent – ein Hinweis auf die Bedeutung reisender Tätergruppen, aber keine vollständige Erklärung, da die Aufklärungsquote mit 15,3 Prozent insgesamt niedrig ist.

Tageswohnungseinbruch: Die unterschätzte Gefahr

Entgegen der weit verbreiteten Annahme finden über ein Drittel aller Einbrüche tagsüber statt. Die PKS 2024 verzeichnet 28.510 Tageswohnungseinbrüche (36,3 Prozent aller Fälle). Die Täter nutzen typische Abwesenheitszeiten: während der Arbeit, beim Einkauf, am frühen Abend oder an Wochenenden. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen, da nicht bei jedem Einbruch die genaue Tatzeit feststellbar ist.

Das bedeutet für Hausbewohner: Eine Alarmanlage muss auch tagsüber aktiv sein – nicht nur nachts. Funktionen wie der Home-Modus, der eine Teilsicherung bei Anwesenheit ermöglicht (äußere Hülle scharf, Innenraum unscharf), gewinnen damit an Bedeutung.

45,7 % scheitern: Warum sich Prävention auszahlt

Fast jeder zweite Einbruchsversuch (45,7 Prozent) blieb 2024 im Versuchsstadium stecken. Das BKA führt diese Quote maßgeblich auf den Einsatz von Sicherheitstechnik zurück: einbruchhemmende Fenster und Türen, elektronische Alarmanlagen und Bewegungsmelder verlängern die Tatzeit und führen zum Abbruch. Polizeiliche Beratungsstellen gehen davon aus, dass bereits nach 3 bis 5 Minuten Widerstandszeit ein signifikanter Anteil der Täter abbricht.

Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Schaden pro vollendetem Einbruch laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf den Rekordwert von 3.800 Euro. Der bundesweite Gesamtschaden beläuft sich auf rund 350 Millionen Euro pro Jahr. Der psychische Schaden für die Opfer – Angst, Schlaflosigkeit, Verlust des Sicherheitsgefühls – ist in keiner Statistik abbildbar und ist nach Erfahrung unserer Beraterinnen und Berater der häufigste Grund, warum nach einem Einbruch nachgerüstet wird.

Sie möchten wissen, wie Ihre Region im Detail abschneidet? Nutzen Sie unsere interaktive Kriminalstatistik-Karte und prüfen Sie die Einbruchsbelastung für Ihren Landkreis. Für eine kostenfreie Sicherheitsberatung vor Ort – ohne Kauf­verpflichtung – nehmen Sie hier Kontakt auf. Die Stadtritter One gibt es im Mietmodell ab 79 €/Monat inklusive Technik, Installation, Wartung und Aufschaltung auf unsere VdS-zertifizierte 24/7 Notruf- und Serviceleitstelle.

Wirksamer Einbruchschutz: Was die Statistik empfiehlt

Die hohe Versuchsquote zeigt klar: Sicherheitstechnik wirkt. Der effektivste Schutz kombiniert drei Ebenen.

Mechanische Sicherung bildet die Grundlage. Einbruchhemmende Fenster und Türen nach DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse RC2) erhöhen die Widerstandszeit deutlich und bringen viele Täter bereits zum Aufgeben. Für private Einfamilienhäuser ist RC2 Standard, RC3 empfiehlt sich bei erhöhtem Risiko (Ecklagen, einsehbare Rückseiten, Erdgeschosswohnungen).

Elektronische Überwachung erkennt Einbruchsversuche frühzeitig. Eine Alarmanlage nach EN 50131-1 Grad 2 mit Aufschaltung auf eine VdS-zertifizierte Notruf- und Serviceleitstelle sorgt dafür, dass im Alarmfall sofort reagiert wird – auch wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Detaillierte Informationen zu Alarmanlagen, Zubehör und einem Preiskalkulator finden Sie im Fachartikel Alarmanlagen-Test 2026: Stadtritter One im Vergleich.

Notfallkonzept für Gewerbebetriebe: Für Unternehmen, die neben Einbruchschutz auch Überfallschutz benötigen, bietet der HelpMeButton einen fest installierten Notfallknopf mit Leitstellenaufschaltung und vordefinierter Maßnahmenkette.

Beim Neubau mitplanen: Wer ein neues Haus baut, hat die Chance, Sicherheitstechnik von Anfang an in die Planung zu integrieren. Ever Energy Home bietet Neubauten in Berlin-Brandenburg mit integrierter Funk-Alarmanlage und Leitstellenaufschaltung.

So reagieren Versicherer auf Sicherheitstechnik

Wohngebäude- und Hausratversicherer bewerten Sicherheitstechnik unterschiedlich. Im Privatbereich ist eine EN 50131-1 Grad 2-Anlage keine Pflicht, wird aber von vielen Versicherern bei höheren Versicherungssummen oder in Risikogebieten als Auflage oder Rabattvoraussetzung verlangt. Im Gewerbebereich – insbesondere bei VdS-Klasse-B- und VdS-Klasse-C-Policen – ist eine VdS-anerkannte Anlage plus Aufschaltung auf eine VdS-Notruf- und Serviceleitstelle Bestandteil der Versicherungsbedingungen. Prüfen Sie Ihre Police oder fragen Sie vor der Anschaffung bei Ihrem Versicherer nach.

Förderung für Einbruchschutz – der aktuelle Stand 2026

Das frühere KfW-Zuschussprogramm 455-E für Einbruchschutz ist seit 2022 eingestellt. Wer Einbruchschutz finanziert, kann weiterhin auf das zinsgünstige Kreditprogramm KfW 159 “Altersgerecht Umbauen” zurückgreifen, in dem Einbruchschutz-Maßnahmen als Teilmaßnahme förderfähig sind. Zusätzlich bieten einige Bundesländer und Kommunen eigene Zuschussprogramme (z. B. Berlin, Brandenburg, Hessen) – die Konditionen ändern sich regelmäßig. Details und tagesaktuelle Konditionen besprechen wir gerne in einer kostenfreien Beratung.

Methodik und Datenquellen

Alle Daten stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 (PKS 2024, Version 1.0/1.1) des Bundeskriminalamts. Die PKS erfasst das Hellfeld – also der Polizei bekannt gewordene Straftaten. Das Dunkelfeld kann je nach Delikt erheblich größer sein. Bei vollendeten Wohnungseinbrüchen liegt die Anzeigequote laut BKA-Studien bei 87,6 Prozent, da eine polizeiliche Anzeige Voraussetzung für die Versicherungsregulierung ist. Bei Einbruchversuchen ist die Anzeigequote deutlich niedriger.

Die Häufigkeitszahl (HZ) gibt die Fallzahl pro 100.000 Einwohner an und ist die geeignetste Kennzahl für regionale Vergleiche. Sie normalisiert die Unterschiede in der Bevölkerungsdichte. Schadenssummen stammen aus der GDV-Einbruchdiebstahl-Statistik 2024.


Häufig gestellte Fragen

Wie viele Wohnungseinbrüche gibt es in Deutschland pro Jahr?
Laut PKS 2024 wurden 78.436 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl registriert (inkl. Versuche). Das entspricht einem Einbruch alle sechs bis sieben Minuten.

Wie hoch ist die Aufklärungsquote bei Einbrüchen?
Die Aufklärungsquote lag 2024 bei 15,3 Prozent. Das bedeutet, dass rund 85 Prozent aller Einbrüche ungeklärt bleiben. Die niedrige Quote ist ein zentrales Argument für Prävention.

Wann passieren die meisten Einbrüche?
Über ein Drittel aller Einbrüche findet tagsüber statt (28.510 Tageswohnungseinbrüche, 36,3 Prozent der PKS-Fälle 2024). Täter nutzen die Abwesenheit der Bewohner während der Arbeitszeit und am frühen Abend.

In welchen Bundesländern wird am meisten eingebrochen?
Die höchste Einbruchsbelastung pro 100.000 Einwohner findet sich in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin sowie in den Flächenländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Am sichersten sind bayerische Landkreise.

Hilft eine Alarmanlage wirklich gegen Einbrüche?
Ja. 45,7 Prozent aller Einbrüche scheiterten 2024 im Versuch – das BKA führt dies maßgeblich auf mechanische und elektronische Sicherungsmaßnahmen zurück. Entscheidend ist, dass die Anlage nicht nur auslöst, sondern auf eine permanent besetzte Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet ist.

Welche Alarmanlage wird von Versicherungen anerkannt?
Im Gewerbebereich (VdS-Klasse B und C) fordern Versicherer in der Regel eine VdS-anerkannte Anlage mit Aufschaltung auf eine VdS-Notruf- und Serviceleitstelle. Im Privatbereich sind die Anforderungen individuell – häufig wird EN 50131-1 Grad 2 verlangt oder belohnt. Im Zweifel bei Ihrem Versicherer direkt nachfragen.

Wird Einbruchschutz 2026 noch gefördert?
Der KfW-Zuschuss 455-E ist seit 2022 beendet. Einbruchschutz-Maßnahmen sind weiterhin über das Kreditprogramm KfW 159 “Altersgerecht Umbauen” förderfähig. Einige Bundesländer bieten zusätzliche Programme – wir prüfen das in der Beratung individuell.


Die BKA PKS 2025 wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 veröffentlicht. Erste Landesstatistiken aus dem Saarland und Hamburg deuten auf steigende Einbruchszahlen hin – wir aktualisieren diesen Artikel, sobald die bundesweiten Zahlen vorliegen.

→ Kostenfreie Sicherheitsberatung anfordern | → Alarmanlagenpreis kalkulieren | → Interaktive Kriminalstatistik-Karte öffnen

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